Willkommen in der Villa Schöningen

Öffnungszeiten: Samstag + Sonntag 12-18 Uhr

Eintritt: 9 EUR / 7 EUR ermässigt

AKTUELLE AUSSTELLUNG

 

Marina Abramovic Vanessa Beecroft Huma Bhabha Juno Calypso Diana de Rosa Marion Fink Maria Gimenez Natalia Gontcharova Barbara Hammer Dorothy Iannone Anne Imhof Marie-Jo Lafontaine Madeleine-Jeanne Lemaire Dorothea Maetzel-Johannsen Jeanne Mammen Ana Mendieta Paula Modersohn-Becker Signe Pierce Anita Rée Ashley Hans Scheirl Carolee Schneemann Lara Schnitger Suzanna Scott Deborah Sengl Cindy Sherman Elisabetta Sirani Elaine Sturtevant Anna-Stina Treumund Mickalene Thomas Rosemarie Trockel Anna Uddenberg Ambera Wellmann Hannah Wilke Sue Williams Martha Wilson Allison Zuckerman

 

In der Villa Schöningen in Potsdam wird ab dem 4. Mai 2019 eine Gruppenausstellung gezeigt: Nude – Female Bodies By Female Artists. Über vierzig Arbeiten von 31 internationalen Künstlerinnen zeigen unterschiedliche Aktdarstellungen, von der Renaissance bis zur Gegenwart, darunter Werke von Paula Modersohn-Becker, Cindy Sherman, Marina Abramovic und Rosemarie Trockel. Für diese umfangreiche Schau werden zu ersten Mal beiden Etagen der italienischen Turmvilla bespielt. 

 

Weibliche Körper aus dem Blickwinkel von Künstlerinnen aus fünf Jahrhunderten zeigt die Villa Schöningen in ihrer aktuellen Ausstellung. Der weibliche Akt gehört neben Landschaften, Portraits und religiösen Themen zu den meist dargestellten Motiven der Kunstgeschichte. Von der Venus von Willendorf vor 25 000 Jahren bis zu Performances und Video-Installationen der Gegenwart  hat der nackte Körper Künstler und Künstlerinnen über die Jahrhunderte hinweg fasziniert. Immer wieder war der Umgang mit Nacktheit und Eros auch eine Erkundung von Tabus und ein faszinierender Indikator des Zeitgefühls. Wie ein Sensor der Freiheits-Verfassung einer Gesellschaft oder Epoche haben Akte die Kunstgeschichte geprägt: Zurückhaltend, verschämt, idealisierend, sexualisierend, politisierend, gewaltsam, zärtlich, hässlich oder verstörend. Ob die “Maja” von Goya, die “Olympia” von Manet oder “L´Origine du Monde” von Courbet und “Les Demoiselles d Avignon” von Picasso immer wieder waren es Akte, die Kunst-Skandale provozierten und stilistisches Neuland erkundeten. 

 

Unter dem Titel Nude - Female Bodies By Female Artists wird  von 4. Mai bis zum 1. Oktober 2019 in der Potsdamer Villa Schöningen der weibliche Körper ausschließlich in Darstellungen von Künstlerinnen gezeigt. Dabei sind fast alle Formen von Skulptur, Zeichnung, Gemälde, Fotografie und Video vertreten.  Im Vordergrund steht die Frage, ob es so etwas wie einen spezifisch weiblichen Blick auf den nackten Körper gibt. Oder ob solche Stereotypisierungen im feministischen Kontext Sehmuster prägen, die einer vorurteilsfreien Betrachtung jenseits der Geschlechter-Klischees nicht standhalten.

Foto: Villa Schöningen, Ausstellungsansicht NUDE, Noshe, 2019.
Foto: Villa Schöningen, Ausstellungsansicht NUDE, Noshe, 2019.

ALBERT SERRA ZUR ART WEEK

Foto: Albert Serra, Liberté, 2019.
Foto: Albert Serra, Liberté, 2019.

Zur Art Week Berlin wird im Garten der Villa Schöningen die Installation zum gleichnamigen Film „Liberté" von Albert Serra gezeigt.

11.09.-15.09.2019 // Sonderöffungszeiten täglich von 12-18 Uhr

Im Garten der Villa Schöningen wird eine Installation von Albert Serra gezeigt, die sich auf seinen aktuellen Kinofilm "Liberté" bezieht, der bei den Filmfestspielen in Cannes in der Sektion "Un Certain Regard" den Spezialpreis der Jury erhielt. Die Installation und der Film zeigen ein historisches Drama: 1774, kurz vor der Französischen Revolution, werden die Libertins Madame de Dumeval, Herzog de Tesis und Herzog de Wand vom sittenstrengen Hof von Ludwig XVI. verbannt. Sie suchen Zuflucht beim preußischen Libertin Graf von Walchen. Ein Wald, irgendwo zwischen Potsdam und Berlin, wird zu einem Ort des lustvollen Experimentierens und des schmerzvollen Aufbegehrens. 

 

Für Besucher der Villa Schöningen ist die Installation während der Sonderöffnungszeiten vom 11.-15.09.2019 zwischen 12-18 Uhr im Garten zu sehen.

 

Am 15. September 2019 findet um 11 Uhr eine Matinee mit Artist Talk statt, zu der wir herzlich in die Villa Schöningen einladen.

Mit freundlicher Unterstützung von:

UPCOMING EXHIBITION

Norbert Bisky - RANT ab dem 9. November 2019

„Ohne den Mauerfall wäre ich nicht Künstler geworden“: Anlässlich des 30. Jahrestages des Falls der Mauer blickt der Maler Norbert Bisky im November 2019 in zwei parallel stattfindenden Ausstellungen in Berlin und Potsdam zurück auf das Ende der DDR, das Chaos der Nachwendezeit sowie sein persönliches Erleben.

 

Der Werdegang von Norbert Bisky (*1970 in Leipzig) lässt sich – typisch für viele ostdeutsche Biografien – in ein Davor, ein Dazwischen und ein Danach gliedern: Aufgewachsen in einem streng sozialistischen Umfeld, wurde er kurz nach dem Mauerfall als NVA-Deserteur in das Ostberliner Militärgefängnis gesperrt. Erst die Implosion des alten Systems brachte die Freiheit, sich eine Zukunft als Künstler zu denken.

Die Erfahrung von Totalität und Willkür prägte Biskys Auseinandersetzung mit der DDR bereits früh. Seine neuen, sehr persönlichen Arbeiten zum Thema reichen jedoch über die Verarbeitung von persönlich Erlebtem weit hinaus: Sie zeigen ein Land, in dem die eigentlich längst überholte Binarität von Ost und West gerade eine traurige Renaissance erlebt. Der aus dem Netzjargon entlehnte Begriff „RANT“ verweist als Ausstellungstitel auf die emotionale Vehemenz aktueller deutsch-deutscher Grabenkämpfe.

 

Mit ihrer symbolträchtigen Lage in direkter Nähe der Potsdamer „Agentenbrücke“ ist die Villa Schöningen im ehemaligen Ostteil Deutschlands nicht nur ein historischer Schlüsselort für den notwendigen Austausch zwischen oppositionellen Fronten, sondern auch ein bewusst gewählter Austragungsort für die Ausstellung „RANT“. Zeitgleich mit der Eröffnung feiert das Museum sein 10-jähriges Bestehen.

 

Auch die St. Matthäus-Kirche am Berliner Kulturforum, in deren Sakralraum die parallele Ausstellung „POMPA“ gezeigt wird, stand einst nah an der Mauer – allerdings auf der anderen Seite. Der Titel spielt auf die Tradition des antiken Roms an, religiöse Festprozessionen mit Götter- und Ahnenbildern streng nach Klassen, Ständen und Interessen zu segregieren und verweist damit wiederum auf eine ökonomisch, medial und politisch gespaltene Gesellschaft.

 

Der inhaltliche Schwerpunkt von „POMPA“ liegt auf der Nachwendezeit, einer Periode des euphorischen Aufbruchs, die von Hedonismus ebenso geprägt war wie von Profitgier und Opportunismus. Eine aufwändige Deckeninstallation älterer sowie neuer Werke lenkt den Blick nach oben in eine fingierte Himmelslandschaft: Welchen Göttern huldigen wir heute? – 30 Jahre nach dem Berliner Mauerfall

inszeniert Norbert Bisky damit ein dystopisches Szenario zwischen gestern und heute.

 

Pressekontakt:

Christoph Pantke

Head of Press & PR / König Galerie

T:  +49 30 261 030 8252

CHRISTOPH@KOENIGGALERIE.COM

 

KONTAKT

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