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DER VILLA SCHÖNINGEN IN POTSDAM

 

KUNST & GESCHICHTE AN DER GLIENICKER BRÜCKE

VERANSTALTUNGEN IM NOVEMBER IN DER VILLA SCHÖNINGEN

// Sonntag, 2. November 2014, 19 Uhr //

Veranstaltungsreihe 25 Jahre Mauerfall

„Mauerstücke – Erinnerungsgeschichten“ von Bettina Buske, Christiane Schlenzig, Inge Wrobel, Silvia Friedrich, Pierre Sanoussi Bliss u.a.

Autorenlesung

Eintritt 6 €

Im Buch „Mauerstücke – Erinnerungsgeschichten“ sind Geschichten zur Erinnerung an die Berliner Mauer und die deutsch-deutsche Grenze, die das Land von 1961 bis 1989 in zwei feindliche Lager teilten und bis heute tiefe Wunden hinterlassen haben zusammengetragen. Mehr als zwei Dutzend Autoren aus Ost und West haben ihre Erinnerungen, Erlebnisse und Erfahrungen in Geschichten geformt. Die Autoren: Bettina Buske, Christiane Schlenzig, Inge Wrobel, Silvia Friedrich und der aus der Krimireihe „Der Alte“ bekannte Schauspieler Pierre Sanoussi-Bliss lesen in der Villa Schöningen aus ihrem Buch.

 

 

// VERANSTALTUNGSREIHE 25 JAHRE MAUERFALL //

FESTVERANSTALTUNG 25 JAHRE MAUERFALL

 

Am 9. November vor 25 Jahren fiel die Berliner Mauer. Dieses Ereignis feiern Berliner und Potsdamer am 9. und 10. November an der Glienicker Brücke.

 

// Sonntag, 9. November 2014, 10-18 Uhr //

Um 12 Uhr findet in Kooperation mit dem Hans Otto Theater eine Lesung aus Uwe Tellkamps Roman „Der Turm“ in der Villa Schöningen statt.

Um 14 Uhr beginnt in Kooperation mit dem Waschhaus Potsdam ein Konzert auf der Kaffeeterrasse der Villa Schöningen.

Um 15.30 Uhr und um 16.30 Uhr finden öffentlich Führungen durch die Villa Schöningen statt.

Videobeiträge von Stefan Roloff erinnern an die friedliche Revolution in Brandenburg.

 

// Montag, 10. November 2014, 12-20 Uhr //

Um 15.30 Uhr und um 16.30 Uhr finden öffentlich Führungen durch die Villa Schöningen statt.

Um 15.30 Uhr gibt es eine Gedenkveranstaltung unter dem Titel „Geschichte erleben – Erinnerung an die friedliche Revolution 1989“ an der Mauergedenkstätte in Groß Glienicke mit dem Potsdamer Oberbürgermeister Jann Jakobs und dem Spandauer Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank.
Am 10. November um 18 Uhr, wird an die  Öffnung der Grenze an der Glienicker Brücke vor 25 Jahren erinnert. Die Veranstaltung der Landeshauptstadt in Kooperation mit der Fördergemeinschaft Lindenstraße 54 steht unter dem Motto „Aus dem Dunkel ins Licht: Gedenken, Erinnern, Strahlen“. Geplant sind Gespräche mit Zeitzeugen beiderseits der geschichtsträchtigen Brücke, außerdem Bilder und Filme aus jener Zeit. Die Glienicker Brücke verändert im Laufe der Veranstaltung ihr Aussehen. Die Stimmung und die Ereignisse des 10. November 1989 spielen dabei eine große Rolle. Daran soll erinnert werden.

Während die Mauer zwischen Ost- und West-Berlin bereits gefallen war, blieb die Glienicker Brücke – durch den Agentenaustausch zwischen Ost und West oft reduziert als Symbol des Kalten Krieges - bis zum Abend des 10. November geschlossen. Beiderseits der Brücke warteten die Menschen an jenem Abend auf ihre Eröffnung. Um 18.00 Uhr sollte auch dieses Stück des Eisernen Vorhangs fallen. Es waren die vielen Potsdamerinnen und Potsdamer, die so zahlreich erschienen waren und drängten, dass die Brücke schließlich schon um 17.30 Uhr geöffnet wurde.

 

 

// Dienstag, 11.November 2014, 18.30 Uhr //

„Tausendmal sind wir schuldig geworden.“ Die Bekennende Kirche und die Juden

Biografische Forschungen zum Stolperstein für Paul Wallich.

Vortrag von Doz. Dr. theol. Hartmut Ludwig

Eintritt 6 €

In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 und in den folgenden Tagen zerstörten SA- und SS-Männer im Deutschen Reich Synagogen, jüdische Einrichtungen, Geschäfte und Wohnungen. Jüdische Menschen wurden misshandelt, ermordet und in Konzentrationslagern inhaftiert, um sie zur Auswanderung zu zwingen. Paul Wallich lebte zu jener Zeit mit seiner Frau und seinen Kindern in der Villa Schöningen in Potsdam. Er war evangelischer Christ, galt aber nach den Rassegesetzen der Nationalsozialisten als Jude. Er sollte ebenfalls verhaftet werden, konnte sich dem aber entziehen. Paul Wallich sah jedoch angesichts der Verfolgung und täglichen Bedrohung keine Perspektive mehr für sich. Um auch seine nicht-jüdische Familie vor Verfolgung zu schützen, nahm er sich am 11. November 1938 das Leben.

Was tat die Kirche in jener Zeit? Die sogenannten Deutschen Christen forderten eine „judenreine Arierkirche“ und die Einführung des „Arierparagraphen“ in der Kirche. Dagegen wehrte sich die „Bekennende Kirche“. Einzelne Mitglieder und Pfarrer halfen Verfolgten, andere baten die Leitungsebene um eine offizielle Stellungnahme. Doch auch die Vertreter der Bekennenden Kirche ließen es an deutlichem Engagement für die Juden und die Christen jüdischer Herkunft fehlen.

Dr. Hartmut Ludwig, bis 2008 Dozent für kirchliche Zeitgeschichte an der theologischen Fakultät der HU Berlin, informiert in seinem Vortrag über die zwiespältige Haltung der Bekennenden Kirche zu den Juden und den Christen jüdischer Herkunft. Danach stellen Schülerinnen und Schüler der Voltaireschule die Biografie von Paul Wallich vor, die das Ergebnis ihrer Forschungen für den 2013 verlegten Stolperstein vor der Villa Schöningen sind.

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