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LESUNG IN DER VILLA SCHÖNINGEN

LESUNG IN DER

VILLA SCHÖNINGEN

Ines Geipel stellt ihr neues Buch„Generation Mauer. Ein Porträt“ vor.

23. Oktober 2014, 19 Uhr

Moderation: Hendrik Röder

Eintritt 6 €


Ines Geipel,  geboren 1960, ist Schriftstellerin und Professorin für Verssprache an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch«. Die ehemalige Weltklasse-Sprinterin floh 1989 nach ihrem Germanistik-Studium aus Jena nach Westdeutschland und studierte in Darmstadt Philosophie und Soziologie.

Sie lebt in Berlin und hat vielfach zu nervösen gesellschaftlichen Themen publiziert (Doping, Amok oder zur unveröffentlichten Literatur in der DDR). 2011 erhielt sie für dieses Engagement das Bundesverdienstkreuz am Bande. Das Buch "Generation Mauer" steht auf der Longlist für den NDR-Sachbuchpreis 2014.  

BIOGRAFIE-WORKSHOP am 28.10.2014 in der VILLA SCHÖNINGEN - 15:30-18:00 Uhr

Thema: "Mauerfälle – Biografischer Austausch zwischen Ostdeutschen der Ersten, Zweiten und Dritten Generation zur Wendezeit"

Das Biografieteam der Dritten Generation Ost lädt alle Menschen, die in der DDR geboren sind oder dort gelebt haben, zu einem ganz besonderen Biografieworkshop in die Villa Schöningen ein.

Der Workshop bietet Raum, um persönliche Erfahrungen zur Wende und unmittelbaren Vor- und Nachwendezeit zu erinnern und mit Anderen

darüber in einen lebendigen Austausch zu treten.

Gemeinsam stellen wir uns beim biografischen Austausch den Fragen:

— Wie habe ich den Mauerfall erlebt?

— Welche Gefühle und Hoffnungen verbanden sich mit der Wiedervereinigung von Ost und West?

— Wie erinnere ich die unmittelbare Vor- und Nachwendezeit?

Durch den intergenerationellen Austausch können verschiedene Perspektiven verstanden und zwischenmenschliche Grenzen abgebaut werden.

Moderation: Dipl.-Soz.päd. Juliane Dietrich und Dipl.-Berufspäd. Johannes Dietrich, beide Angehörige der Dritten Generation Ost.

Kosten: Die Teilnahme kostet 10-20 € nach Selbsteinschätzung. Das Biografieteam bemüht sich um eine finanzielle Förderung, sodass sich der Teilnahmebetrag noch verringern kann.

Anmeldung bis 21.10.2014 bei hallo@mein-leben-entdecken.de (nur Ostdeutsche).

Alle aktuellen Angebote des Biografieteams: http://mein-leben-entdecken.de/angebot.

AKTUELLE AUSSTELLUNG

OLAF METZEL – UNMSONST UND DRAUSSEN

Vom 6. Juli bis zum 26. Oktober 2014 werden in der Villa Schöningen und im Skulpturengarten Werke von Olaf Metzel gezeigt. Der 1952 in Berlin geborene Künstler lehrt an der Akademie der Bildenden Künste in München. 2014 erhielt er für sein Kunstwerk „Noch Fragen?“, das in der Staatsbibliothek Berlin zu sehen ist, Deutschlands höchst dotierten Preis für Kunst im öffentlichen Raum, den „mfi Preis Kunst am Bau“.

In der retrospektiven Werkschau in der Villa Schöningen werden Arbeiten von Olaf Metzel gezeigt, die in den Jahren 1987 bis 2014 entstanden sind. Ein Teil der Ausstellung ist im Skulpturengarten der Villa zu sehen, welcher als Schöpfung des Landschaftsarchitekten Peter Joseph Lenné selbst Kunstwerk ist und unter UNESCO-Weltkulturerbe steht. Im Schatten alter Blutbuchen und auf lichten Wiesenstücken verbinden sich damit historische Gartenkunst und zeitgenössische Kunst zu einem außergewöhnlichen Gesamterlebnis.

In die Idylle des Gartens der Villa Schöningen, der als ehemaliger Teil der Sperrzone des DDR- Grenzregimes zugleich auch symbolhaft für staatliche Repression steht, setzt der Eisenguss einer Pistole einen verstörenden Akzent, ebenso wie die Bronze-Skulptur „Turkish Delight“ (Türkischer Honig) aus dem Jahr 2006: ein weiblicher Akt mit Kopftuch, mit dem Olaf Metzel die Kontroverse zwischen abendländischer und islamischer Kultur thematisiert.

Mit seinen gesellschaftskritischen Arbeiten reflektiert Olaf Metzel, der zu den bedeutendsten deutschen Bildhauern der Gegenwart zählt, das Zeitgeschehen der jüngeren Geschichte. In diesem Vorgehen, Geschehenes, und vielleicht auch Unverarbeitetes, Verdrängtes aus dem Vergessen zu reißen, lassen sich durchaus Parallelen zum Geist des Ausstellungsortes ziehen. Olaf Metzels Zeichnungen und Collagen aus der Serie „Flechtheim“ betrachten die Geschichte des bedeutenden jüdischen Kunsthändlers Alfred Flechtheim. Der Saal, in dem die Arbeiten während der Ausstellung zu sehen sind, war ehemals die Bibliothek des jüdischen Bankiers und Besitzers der Villa Schöningen, Paul Wallich. Hier befanden sich wertvolle Handschriften, die im Zuge der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten verloren gegangen sind.

Olaf Metzels Büste „Constanze“ zeigt den anmutigen Kinderkopf eines Mädchens. In den Räumen der Villa Schöningen mag man sich hierbei auch an die Vergangenheit der Villa erinnert fühlen, die in der Zeit der DDR ein Kinderwochenheim beherbergte. 

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